Monatsbetrachtung März

Februar in der Rückschau
Das Wetter
Bis zum 20.Februar war das Wetter winterlich kalt, Schnee bedeckte die Landschaft und die Temperaturen lagen dauerhaft unter dem Gefrierpunkt ( bis minus 12 Grad in der Nacht).
Ab dem 20.02. setzte plötzliches Tauwetter ein, welches den Schnee innerhalb von 2 Tagen abschmelzen ließ.
Eine veränderte graue matschige Landschaft kam zum Vorschein.
Der restliche Februar blieb warm, tagsüber oft über 15 Grad.
Die Vegetation
Der lange Winter hatte die schlafende Natur mit Schnee abgedeckt und geschützt. Aber darunter begann das Leben und bereitete sich auf das Frühjahr vor. Mühsam arbeiteten sich Schneeglöckchen und andere Frühblüher vor und streckten ihre Köpfe aus dem Schnee ins Sonnenlicht. Hasel-,Erlen-und Weidenblüten blieben geschlossen, bis sich am 20.02. alles änderte. Temperaturen bis 15 Grad ließen die Natur buchstäblich explodieren. Hasel und Erle blühten auf, Weiden hielten sich noch zurück, sollten dann aber Anfang März folgen. Winterlinge. Schneeglöckchen, Märzbecher und Krokusse entfalteten innerhalb weniger Tage ihre Blütenpracht.


Die Bienen
Der kalten Witterung zu Folge sitzen die Bienen bis zum 20.02. fest in ihrer Wintertraube und halten ihr noch kleines Brutnest warm. Mit Beginn der warmen Tage und dem am 24.und 25.02. erfolgten Reinigungsflug, beobachten wir regen Flugbetrieb mit Polleneintrag der bis zum Monatsende anhielt.

Für uns Imker gibt es im Februar noch nicht viel zu tun. In den warmen Tagen wäre es angebracht die Völker zu wiegen, um auf genügend Futter zu kontrollieren und darauf zu achten, dass die Fluglöcher frei sind, gegebenenfalls Mäusegitter entfernen.
Vorschau April
Die Vegatation
Der April ist der erste wirkliche Frühlingsmonat. Die Natur öffnet sich komplett und alles wird grün. Buschwindröschen und Frühjahrs-Schabockskraut sind verblüht, ebenso Weide, Hasel und Erle. Bis auf wenige Spätblüher entfalten die Pflanzen jetzt ihre Blüten, Löwenzahn, Obst, Raps und viele andere.
Die Bienen
Die Bienen entwickeln sich jetzt rasant,da das Angebot an Nektar und Pollen groß und vielfältig ist. Sie beginnen mit dem Bau neuer Waben und das Brutnest wächst stetig. Auch Drohnenzellen werden jetzt angelegt.
Für uns Imker ist dies der erste arbeitsreiche Monat. Zu schwache Völker werden aufgelöst und auf starke Völker aufgesetzt. Dabei ist darauf zu achten, wenn wir die Königin, die entfernt wird, nicht suchen wollen, oder nicht finden, dieses auf das Volk mit der Erhaltungswürdeigen aufgesetzt wird und nicht umgekehrt. So ist die Chance, dass diese überlebt größer. „Wer das Flugloch beherrscht hat das Sagen“! Garantiert ist dies allerdings nicht.
Die Vereinigung erfolgt mittels zwischen die Völker gebrachtem angefeuchteten Zeitungspapiers, in das einige Löcher gestoßen werden.
Desweiteren werden überschüssige Futterwaben und schimmelige Randwaben entnommen und ersetzt, und ab Mitte des Monats, wenn noch nicht geschehen, der Baurahmen eingehängt. So wird vermieden, dass zu viele Arbeiterinnenzellen zu Drohnenzellen umgebaut werden.
Bei zweizargig überwinterten Völkern wird jetzt der, wenn nicht besetzt, untere Raum entfernt, und bei ausreichender Volksstärke ein zweiter Brutraum mit nicht zu dunklen Waben, oder Mittelwänden aufgesetzt, es sei denn, wir entscheiden uns, bei Tracht ab Mitte April, gleich den Honigraum zu geben, und es vorerst bei einem Brutraum zu belassen.
Zu vermeiden ist es, ein Volk zu dieser Jahreszeit, aus Neugier oder anderem Grund, vollständig zu zerlegen. Die Temperaturen sind oft noch nicht hoch genug, und die Bienen müssen die damit verbundene Auskühlung mühsam wieder ausgleichen. Ausserdem ist dabei die Gefahr des „Einknäuelns“ der Königin zu dieser Jahreszeit immer noch hoch.
Dies alles sind nur Anhaltspunkte und alles ist stark von den Witterungsbedingungen abhängig.
„Bei 5°C und Graupelschauern von Nordwest“…. Hände weg von den Bienen, auch wenn wir uns das so schön fürs Wochenende vorgenommen haben.
Bei anhaltend warmer Witterung sind starke Völker allerdings schon ab Ende des Monats auf einsetzenden Schwarmtrieb zu kontrollieren, sonst ist schnell ein Großteil der Bienen dieses, mitsamt der Königin über alle Berge.






